Wahl zum 1. Deutschen Bundestag
Die Wahl zum 1. Deutschen Bundestag fand vom 29. Oktober bis zum 1. November 2026 statt. Zur Wahl standen vier politische Listen: die gemeinsame Liste der Christlich-Demokratischen Partei und der Christlich-Sozialen Partei Bayerns (CDP/CSP), das Bündnis 161 / Die Grüne Linke, die Sozialdemokratische Partei (SDP) sowie die Föderalistische Union (FU). Von 23 Wahlberechtigten beteiligten sich 18 an der Wahl. Die Wahlbeteiligung betrug damit 78,26 Prozent.
Stärkste politische Gruppierung wurde die CDP/CSP mit einem gewichteten Zweitstimmenergebnis von 39,17 Prozent. Sie erhielt insgesamt 247 Sitze. Das Bündnis 161 / Die Grüne Linke erreichte 28,24 Prozent. Die Sozialdemokratische Partei erhielt 21,20 Prozent. Die Föderalistische Union erreichte 11,39 Prozent. Keine der vier Gruppierungen verfügte nach der Wahl allein über die absolute Mehrheit.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bundestagswahl fand im Rahmen der politischen Neugestaltung der Bundesrepublik Deutschland im Oktober 2026 statt. Sie diente der erstmaligen Zusammensetzung des Deutschen Bundestages.
Wahlvorschläge, Parteien und Kandidaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Wahl zum 1. Deutschen Bundestag konnten politische Vereinigungen mit einer gemeinsamen Bundesliste sowie mit Direktkandidaten in den Bundesländern Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen teilnehmen. Darüber hinaus bestand für parteiunabhängige Einzelbewerber die Möglichkeit, sich um ein Direktmandat zu bewerben. Die Parteien und Kandidaten mussten ihre Wahlvorschläge innerhalb der von der Bundeswahlleitung festgelegten Fristen einreichen und die geltenden Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
Zur ersten Bundestagswahl im Oktober 2026 traten insgesamt vier Wahllisten an. Dabei bildeten die Christlich-Demokratische Partei (CDP) und die Christlich-Soziale Partei Bayerns (CSP) eine gemeinsame Liste. Neben der gemeinsamen Liste von CDP und CSP beteiligten sich das Bündnis 161 / Die Grüne Linke, die Sozialdemokratische Partei (SDP) sowie die Föderalistische Union (FU) an der Wahl.
Die zugelassenen Parteien stellten insgesamt 18 Listenbewerber auf. Zusätzlich wurden Direktkandidaturen in den drei beteiligten Bundesländern eingereicht.
Zugelassene Kandidaturen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zugelassene Bundeslisten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Nr | Bezeichnung | Parteivorsitzender | Spitzenkandidat | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Christlich Demokratische Partei | CDP/CSP | Jennifer Birkenbaum, Gustav Sturm v. Sturmeck | Jennifer Birkenbaum |
| 2 | Bündnis 161 / Die Grüne Linke | Grüne Linke | Ernesto B. Dutschke & Hanna Martina Mayer | Neo van Berg |
| 3 | Sozialdemokratische Partei | SDP | vakant | Jan Friedländer |
| 4 | Föderalistische Union | FU | Jannik Burkhardt | Matthias Hut |
Zugelassene Wahlkreiskandidaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| CDP/CSP | Grüne Linke | SDP | FU | |
|---|---|---|---|---|
| Jennifer Birkenbaum | Hanna Martina Mayer | Matthias Linden | - | |
| Sascha Taluponi | Simon Kinder | Jan Friedländer | - | |
| - | - | Olaf Laschet | - |
Spitzenkandidaten und Kanzlerkandidaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Vorfeld einer Bundestagswahl benennen die teilnehmenden Parteien üblicherweise Spitzenkandidaten, die ihre politischen Positionen im Wahlkampf vertreten und als zentrale Ansprechpartner der jeweiligen Partei auftreten. Häufig übernehmen diese zugleich den ersten Platz auf der Bundesliste.
Insbesondere Parteien, die eine Regierungsbeteiligung anstreben, können ihren Spitzenkandidaten auch als Kanzlerkandidaten nominieren. Damit bringen sie ihren Anspruch zum Ausdruck, nach der Wahl den Bundeskanzler zu stellen und die politische Führung der Bundesregierung zu übernehmen.
Die Bezeichnungen „Spitzenkandidat“ und „Kanzlerkandidat“ sind weder im Grundgesetz noch im Wahlrecht als eigenständige Ämter vorgesehen. Ihre Bedeutung ergibt sich vielmehr aus der politischen Praxis und der öffentlichen Wahrnehmung des Wahlkampfes.
Spitzen- und Kanzlerkandidaturen dienen dazu, die personelle Ausrichtung der Parteien im Bundestagswahlkampf deutlich zu machen. Die Wahl des Bundeskanzlers erfolgt jedoch unabhängig davon durch den Deutschen Bundestag nach den verfassungsrechtlichen Bestimmungen.
| CDP/CSP | Grüne Linke | SDP | FU |
|---|---|---|---|
| Jennifer Birkenbaum | Neo van Berg | Jan Friedländer | Matthias Hut |
CDP/CSP
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Christlich-Demokratische Partei und die Christlich-Soziale Partei Bayerns traten mit einer gemeinsamen Liste zur Bundestagswahl an.
| Wahlkreis | Kandidat |
|---|---|
| Jennifer Birkenbaum | |
| Sascha Taluponi |
| Kandidat | Wahlkreis | |
|---|---|---|
| 01 | Jennifer Birkenbaum | |
| 02 | Gustav Sturm von Sturmeck | |
| 03 | Wilhelm von Rochow | |
| 04 | Sascha Taluponi | |
| 05 | Markus Kretschmer |
Bündnis 161 / Die Grüne Linke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Bündnis 161 / Die Grüne Linke trat mit sechs Kandidaten an.
| Wahlkreis | Kandidat |
|---|---|
| Hanna Martina Mayer | |
| Simon Kinder |
| Kandidat | Wahlkreis | |
|---|---|---|
| 01 | Neo van Berg | |
| 02 | Simon Kinder | |
| 03 | Hanna Martina Mayer | |
| 04 | Lea Brückner | |
| 05 | Alex Gisi | |
| 06 | Ernesto B. Dutschke |
Sozialdemokratische Partei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sozialdemokratische Partei stellte fünf Kandidaten auf.
| Wahlkreis | Kandidat |
|---|---|
| Matthias Linden | |
| Jan Friedländer | |
| Olaf Laschet |
| Kandidat | Wahlkreis | |
|---|---|---|
| 01 | Jan Friedländer | |
| 02 | Alex Regenborn | |
| 03 | Matthias Linden | |
| 04 | Olaf Laschet | |
| 05 | Janina Kotting-Uhl |
Föderalistische Union
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Föderalistische Union trat mit zwei Kandidaten an.
| Kandidat | Wahlkreis | |
|---|---|---|
| 01 | Matthias Hut | |
| 02 | Jannik Burkhardt |
Wahlergebnis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zweitstimmenergebnis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die CDP/CSP wurde mit sieben Zweitstimmen stärkste politische Gruppierung. Dies entsprach 38,89 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen.
Durch die ergänzende Aktivitätswertung erhöhte sich ihr gewichtetes Ergebnis auf 39,17 Prozent.
Das Bündnis 161 / Die Grüne Linke erreichte fünf Zweitstimmen und ein gewichtetes Ergebnis von 28,24 Prozent.
Die Sozialdemokratische Partei erhielt vier Zweitstimmen und 21,20 Prozent im gewichteten Ergebnis.
Die Föderalistische Union erhielt zwei Zweitstimmen und erreichte gewichtet 11,39 Prozent.
| Partei | Zweitstimmen | Ergebnis in % | Sitze im Bundestag |
|---|---|---|---|
| CDP/CSP | 7 | 39,17 % | 247 |
| Bündnis 161 / Die Grüne Linke | 5 | 28,24 % | 178 |
| SDP | 4 | 21,20 % | 133 |
| FU | 2 | 11,39 % | 72 |
Grafische Darstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]CDP/CSP – 39,17 %
Bündnis 161 / Die Grüne Linke – 28,24 %
Sozialdemokratische Partei – 21,20 %
Föderalistische Union – 11,39 %
Direktmandate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Wahl wurden in den drei teilnehmenden Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen Direktkandidaten gewählt.
In Nordrhein-Westfalen setzte sich Hanna Martina Mayer vom Bündnis 161 / Die Grüne Linke durch.
In Sachsen gewann Sascha Taluponi von der CDP/CSP das Direktmandat.
In Bayern konnte kein Direktmandat vergeben werden, da der einzige Kandidat Olaf Laschet nicht mehr Ja- als Nein-Stimmen erhielt.
Bayern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Bayern kandidierte Olaf Laschet von der Sozialdemokratischen Partei.
| Abstimmung | Stimmen | Anteil |
|---|---|---|
| Ja-Stimmen | 2 | 40,00 % |
| Nein-Stimmen | 3 | 60,00 % |
| Gesamt | 5 | 100,00 % |
Da die Nein-Stimmen überwogen, wurde kein Direktmandat vergeben.
Nordrhein-Westfalen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Nordrhein-Westfalen standen drei Direktkandidaten zur Wahl.
| Kandidat | Partei | Stimmen | Anteil |
|---|---|---|---|
| Jennifer Birkenbaum | CDP/CSP | 2 | 25,00 % |
| Hanna Martina Mayer | Bündnis 161 / Die Grüne Linke | 4 | 50,00 % |
| Matthias Linden | SDP | 2 | 25,00 % |
| Gesamt | 8 | 100,00 % |
Hanna Martina Mayer gewann mit vier von acht Erststimmen das Direktmandat.
Sachsen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Sachsen kandidierten drei Bewerber.
| Kandidat | Partei | Stimmen | Anteil |
|---|---|---|---|
| Sascha Taluponi | CDP/CSP | 3 | 60,00 % |
| Simon Kinder | Bündnis 161 / Die Grüne Linke | 1 | 20,00 % |
| Jan Friedländer | SDP | 1 | 20,00 % |
| Gesamt | 5 | 100,00 % |
Sascha Taluponi gewann das Direktmandat mit drei von fünf Erststimmen.
Übersicht der Direktmandate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bundesland | Gewählter Direktkandidat | Partei | Stimmenanteil |
|---|---|---|---|
| Bayern | Kein Direktmandat | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | Hanna Martina Mayer | Bündnis 161 / Die Grüne Linke | 50,00 % |
| Sachsen | Sascha Taluponi | CDP/CSP | 60,00 % |
Sitzverteilung im Deutschen Bundestag
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die CDP/CSP erhielt 247 Sitze, das Bündnis 161 / Die Grüne Linke 178 Sitze, die SDP 133 Sitze und die FU 72 Sitze.
| Partei | Sitze | Sitzanteil |
|---|---|---|
| CDP/CSP | 247 | 39,21 % |
| Bündnis 161 / Die Grüne Linke | 178 | 28,25 % |
| SDP | 133 | 21,11 % |
| FU | 72 | 11,43 % |
| Gesamt | 630 | 100,00 % |
Sitzverteilung nach Parteien
|
| CDP/CSP – 247 | |
| Bündnis 161 / Die Grüne Linke – 178 | |
| SDP – 133 | |
| FU – 72 |
Parlamentarische Mehrheitsverhältnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für die absolute Mehrheit im Deutschen Bundestag waren 316 der 630 repräsentierten Sitze erforderlich.
Keine Partei erreichte diese Mehrheit allein.
Folgende Zweierbündnisse hätten rechnerisch eine Mehrheit der repräsentierten Sitze erreicht:
| Parteien | Sitze | Anteil |
|---|---|---|
| CDP/CSP + Bündnis 161 / Die Grüne Linke | 425 | 67,46 % |
| CDP/CSP + SDP | 380 | 60,32 % |
| CDP/CSP + FU | 319 | 50,63 % |
Andere Zweierbündnisse erreichten keine absolute Mehrheit.
Die rechnerische Sitzmehrheit allein sagt allerdings noch nichts über die politische Bereitschaft der beteiligten Parteien zur Zusammenarbeit aus.
Wahlbeteiligung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 23 Wahlberechtigten nahmen 18 an der Wahl teil.
| Wahlstatistik | Anzahl |
|---|---|
| Wahlberechtigte | 23 |
| Wähler | 18 |
| Nichtwähler | 5 |
| Wahlbeteiligung | 78,26 % |
Folgen der Wahl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit der Feststellung des Wahlergebnisses stand die parteipolitische Zusammensetzung des 1. Deutschen Bundestages fest.
Vier politische Gruppierungen zogen in das Parlament ein.
Die CDP/CSP stellte mit 247 repräsentierten Sitzen die stärkste parlamentarische Gruppierung.
Für die Bildung einer Bundesregierung war die Unterstützung einer parlamentarischen Mehrheit erforderlich.
Die Wahl bildete zugleich die Grundlage für die Konstituierung des 1. Deutschen Bundestages und die anschließende Regierungsbildung.



