Lea Brückner

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Lea Maria Emilia Brückner (* 14. März 2000 in Aachen) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 161 – Die Grüne Linke) und Berufsschullehrerin. Seit 2025 ist sie Mitglied des Rates der Stadt Bonn. Bekannt wurde sie als Aktivistin der Klimabewegung im Rheinischen Revier.

Herkunft und Jugend

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Lea Brückner wurde 2000 als älteres von zwei Kindern von Thomas Brückner und Andrea Brückner (geb. Lennartz) in Aachen geboren. Ihr Vater ist Sozialarbeiter beim Caritasverband, ihre Mutter Lehrerin für Biologie und Chemie an einem Aachener Gymnasium. Ihr jüngerer Bruder Jonas (* 2003) absolvierte eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.

Die Familie mütterlicherseits stammt aus dem Kreis Düren; ihr Großvater Heinrich Lennartz arbeitete über 30 Jahre im Tagebau Inden. Brückner nennt diese Familiengeschichte als prägend für ihr Verständnis des Strukturwandels: Sie habe früh erlebt, dass Kohle für viele Familien im Revier nicht nur Energie, sondern Existenz und Identität bedeute.

Brückner wuchs in einem katholisch geprägten Elternhaus auf. Sie war Messdienerin in ihrer Heimatgemeinde und später in der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) aktiv, wo sie erste Erfahrungen in Gruppenleitung und Jugendarbeit sammelte.

Brückner besuchte ein bischöfliches Gymnasium in Aachen und legte dort 2019 das Abitur ab. Anschließend studierte sie Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (B.Sc., 2022). In Freiburg engagierte sie sich in der Hochschulgruppe für nachhaltige Ökonomie.

Für das Masterstudium kehrte sie nach Nordrhein-Westfalen zurück und studierte Wirtschaftspädagogik an der Universität zu Köln (M.Sc., 2024). Ihre Masterarbeit trägt den Titel „Fachkräfte für die Energiewende: Ausbildungsberufe im Wandel am Beispiel des Rheinischen Reviers“.

Nach dem Vorbereitungsdienst unterrichtet Brückner seit 2025 die Fächer Wirtschaft und Politik an einem Berufskolleg in Bonn. Schwerpunkt ihrer Lehrtätigkeit sind Klassen in den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Elektrotechnik.

Politischer Werdegang

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2019 gehörte Brückner zu den Mitgründerinnen einer Ortsgruppe von Fridays for Future in Aachen und war in den folgenden Jahren eine der Sprecherinnen der Gruppe. Während ihres Studiums in Freiburg blieb sie in der Bewegung aktiv. Im Januar 2023 nahm sie an den Protesten gegen die Räumung von Lützerath teil. Ein Interview, in dem sie forderte, man müsse „mit den Beschäftigten im Revier reden statt über sie“, verschaffte ihr überregionale Aufmerksamkeit.

2022 trat Brückner Bündnis 161 – Die Grüne Linke bei. Nach ihrem Umzug nach Bonn wurde sie Mitglied des dortigen Kreisverbandes und engagierte sich zunächst in der Arbeitsgemeinschaft Bildung.

Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen 2025 kandidierte sie auf der Liste ihrer Partei für den Rat der Stadt Bonn und wurde gewählt. Sie gehört dort zu den jüngsten Ratsmitgliedern. In ihrer Fraktion ist sie Sprecherin für Schulpolitik und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda sowie im Schulausschuss.

Politische Positionen

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Brückner wird innerhalb ihrer Partei dem pragmatischen Flügel zugerechnet. Sie tritt für eine Verbindung von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit ein und betont dabei die Rolle von Bildung und Ausbildung.

Klima und Strukturwandel

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Brückner fordert einen sozial gerechten Kohleausstieg, bei dem neue Arbeitsplätze im Revier vor dem Abbau alter entstehen sollen. Sie spricht sich für eine Ausbildungsoffensive in Handwerk und Energietechnik aus.

Bildung und Digitalisierung

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Als Lehrerin setzt sie sich für eine Stärkung der beruflichen Bildung, mehr Demokratiebildung an Schulen und die Sanierung von Schulgebäuden ein. Zudem fordert sie eine verbindliche Vermittlung von Medien- und KI-Kompetenz, damit junge Menschen digitale Technologien kritisch und selbstbestimmt nutzen können.

Sie unterstützt die Forderung ihrer Partei nach einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und den Ausbau sicherer Radwege, insbesondere auf Schulwegen.

Brückner tritt für ein Bleiberecht für Geflüchtete in Ausbildung und Beschäftigung ein und begründet dies auch mit der christlichen Soziallehre.

Brückner ist römisch-katholisch und engagiert sich in ihrer Pfarrgemeinde in Bonn-Beuel im Pfarreirat und in der Jugendarbeit. Sie beruft sich in ihrer Klimapolitik häufig auf die Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus und versteht die Bewahrung der Schöpfung als christlichen Auftrag.

Große Wertschätzung äußert sie für Papst Leo XIV., insbesondere für dessen Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Arbeitnehmerrechte und Migranten. Seine erste Enzyklika Magnifica humanitas (2026) über den Schutz der menschlichen Person im Zeitalter der künstlichen Intelligenz bezeichnet sie als wichtigen Impuls für ihre Bildungspolitik: Technik müsse dem Menschen dienen, nicht umgekehrt, und gerade junge Menschen bräuchten Orientierung für ein Leben in einer digitalisierten Arbeitswelt.

Zugleich setzt sie sich für Reformen in der Kirche ein, insbesondere für eine stärkere Rolle von Frauen.

Brückner lebt in Bonn-Beuel. Sie spielt Volleyball in einem Verein in Beuel und singt in einem Kirchenchor. In ihrer Freizeit fährt sie Rad und wandert in der Eifel.

Sie ist Anhängerin von Alemannia Aachen, dem Verein ihrer Heimatstadt, sowie des SC Freiburg, dem sie seit ihrer Studienzeit verbunden ist.

Neben Deutsch spricht Brückner Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Französisch lernte sie bereits in ihrer Jugend im Dreiländereck um Aachen, Spanisch und Italienisch während Aufenthalten im Studium.

  • „Klimaschutz wird nicht im Hörsaal gemacht, sondern in der Werkstatt.“
  • „Technik muss dem Menschen dienen, nicht der Mensch der Technik.“

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